Kreisgruppe Landshut

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Fuchswoche 2018 im Hegering 11

12. Februar 2019

Auch dieses Jahr wurde in der HG 11 in den Winterwochen von Ende Dezember bis Ende Januar eine intensive Fuchsbejagung durchgeführt. Das Ergebnis dieser sogenannten Fuchswoche, wurde im Februar Stammtisch bekannt gegeben und traditionell zur Strecke gelegt. Dieses Jahr kamen 35 Füchse und neun Marder zur Strecke, das eifrigste Revier in dieser Zeit, war das Revier Wattenbach mit 6 Füchsen und 5 Mardern, gefolgt von Essenbach mit 7 Füchsen. Drittplatzierter wurde Ohu mit 5 Füchsen und einem Marder. Die ansehnliche Beute, wurde beim Großwirt in Mirskofen zur Strecke gelegt und von der Bläsergruppe der Kreisgruppe Landshut wieder in bekannt professioneller Manier verblasen und so dem Wild die waidmännische Ehre erwiesen.

Der HG-Leiter Christian Högl bedankte sich bei allen beteiligten Revieren für den hohen Einsatz an jagdlichem Engagement. Er wies darauf hin, dass in diesem Winter die Raubwildbejagung nicht gerade leicht zu bewältigen war, da eine geschlossene Schneedecke eigentlich während des gesamten Januars nicht vorhanden war. Aus diesem Grund ist diese Strecke doch sehr ansehnlich. Jedes teilnehmende Revier konnte sich wieder über einen wertvollen Sachpreis freuen. Ein Teil der Füchse wurde zum LGL nach Oberschleißheim zur Untersuchung auf Tollwut, Fuchsbandwurm und andere zoonotische Parasiten untersucht. Das Ergbenis der Untersuchung stellte sich wie folg dar. Der Tollwuterreger konnte nicht nachgewiesen werden, 50 % der Füchse hatten Fuchsbandwurm und 100 % der Füchse hatten Spul- und Fadenwürmer. Nach wie vor ist der Fuchsbandwurm weit verbreitet. Er kann nur durch konsequente ausdünnen der Fuchspopulation einigermaßen in Schach gehalten werden. Diese starke Kontamination mit diesem Parasiten in unserer Landschaft, stellt auch ein hohes Risiko und eine große Gefahr für unsere spaziergehenden Hundehalter dar. Natürlich auch für freilaufende Katzen, denn die Maus ist in der Regel der korrekte Zwischenwirt des Fuchsbandwurmes. Der Fuchsbandwurm kann von Haustieren auf den Menschen übertragen werden und der Mensch fungiert für die Fuchsbandwurm – Finne als Zwischenwirt (Fehlwirt), was zu großen gesundheitlichen Schäden führen kann.

Bei dem anschließenden Wirtshausdiskurs, kam leider deutlich zur Sprache, dass auch etliche an Räude erkrankten Füchse gesehen, erlegt oder verendet aufgefunden wurden. Es wurde bestätigt, dass die Räudemilbe in den letzten Jahren immer mehr auftritt und so den befallenen Füchsen einen langsamen und qualvollen Tod beschert. Die Jägerschaft war sich einig, dass durch eine strenge Bejagung der Fuchspopulation, zum einen die Verbreitung von Parasiten und Seuchen eingedämmt werden kann, zum anderen der Erhalt und der Aufbau von Niederwildpopulationen ein wertvoller Dienst erwiesen wird.

Gerade zum Thema Niederwild kam jedoch klar zum Ausdruck, dass hier andere Prädatoren einen ebenso oder ähnlichen Einfluss auf deren Beständigkeit nehmen. So sollte gerade die Jagd auf Krähen und andere Rabenvögel ernst genommen werden. Auch sollte angemahnt werden, dass Haustiere zur Brut- und Setzzeit entweder im Haus bleiben oder nur angeleint geführt werden. Trifft nämlich beim Spazierengehen ein freilaufender Hund auf ein Gelege oder Jungwild, bedeutet das in der Regel den Tod der Wildtiere. Das Gejammere und Geheule ist dann seitens der Hundebesitzer dementsprechend. Nur das hilft dann dem gerissenem Wild auch nicht mehr. Man kann hier seitens der Jägerschaft nur an die Vernunft der Bevölkerung appellieren.

Bei geselliger Runde wurden noch bis spät in den Abend die jagdlichen Erlebnisse ausgetauscht und natürlich mit einer Portion Jägerlatein versehen. Die traditionelle Durchführung einer Fuchswoche, waren sich alle einig, wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.

Author dieses Artikels: Christan Högl

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