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Afrikanische Schweinepest in Westpolen – wächst die Gefahr vor der ASP?

20. November 2019

Die Afrikanische Schweinepest ist auf bedrohliche 80 km an Brandenburg herangerückt.  Da wächst vielerorts die Angst, dass die ASP nun auch bald Deutschland erreicht. Doch die Nähe zur Grenze allein ist kein ausschlagendes Kriterium für die Einschleppung, betont Dr. Claudia Gangl, Fachreferentin für Wildkrankheiten beim Bayerischen Jagdverband: „Die Gefahr, dass die ASP in Deutschland ausbricht, ist unverändert hoch. Aber trotz der Nähe zu dem neuen „Seuchenherd“ kann ein Eintrag zum Beispiel über den Transitverkehr an ganz anderer Stelle erfolgen.“

Eintrag des Virus vor allem über den Faktor „Mensch“

Das Risiko einer Einschleppung der ASP in die Schwarzwildpopulation oder  in Hausschweinebestände durch den Fahrzeug- und Personenverkehr, über weggeworfene Lebensmittelreste oder verunreinigte Kleidung wird von Fachleuten als hoch eingeschätzt. Kranke Tiere laufen nicht kilometerweit, sie verenden meist innerhalb weniger Tage nach der Infektion.

Die Verantwortung der Jäger

Für die erfolgreiche Eindämmung der ASP  ist die frühzeitige Erkennung eines Ausbruchs entscheidend. Deshalb müssen verendete Tiere so früh wie möglich entdeckt und konsequent untersucht werden. Die Jäger tragen dabei eine besonders  hohe Verantwortung. Denn sie erkennen sofort jede Auffälligkeit im Revier, wie etwa eine Ansammlung toter Wildschweine oder verhaltensauffälliger Tiere. Dr. Gangl: „ Verendete Tiere sollten unbedingt rasch gemeldet werden. Mit der Beprobung von gefallenen Wildschweinen im Rahmen des ASP-Monitorings leistet die Jägerschaft einen unverzichtbaren Beitrag zur Früherkennung eines ASP-Ausbruchs. Jäger, die Kontakt zu Hausschweinen haben, sind angehalten, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen strikt zu befolgen.

Der Einsatz darf nicht nachlassen

Wichtig für den Schutz vor ASP ist die engagierte, waidgerechte Bejagung von Schwarzwild. Die bayerischen Jägerinnen und Jäger haben im letzten Jagdjahr viele Millionen Stunden und hohe Kosten aufgewandt, um rund 65.500 Schwarzkittel zu erlegen.  „Jetzt dürfen die Jäger aber nicht nachlassen“, betont Thomas Schreder, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes, „unsere Gesellschaft braucht jetzt unsere Unterstützung mehr denn je.“  Der BJV setzt hierbei neben der sehr erfolgreichen Einzeljagd auf effektive, tierschutz- und gesetzeskonforme revierübergreifende Drückjagden.

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